La Palma

La Palma, deren Umriss aus der Luft betrachtet einem Faustkeil ähnelt, ist mit 708 km² die fünftgrößte Kanareninsel. Die Beinamen „La Isla Bonita“ (die schöne Insel) oder „La Isla Verde“ (die grüne Insel) beschreiben La Palma perfekt. Eine grünere Kanareninsel gibt es nicht, ein Blick auf Plantagen, Farn- und Lorbeerwälder und zahlreiche Grünanlagen zeigt, warum. Grün alleine ist La Palma nicht genug - die kleine Insel möchte auch hoch hinaus. Der Roque de los Muchachos ist mit ca. 2424 m nicht nur die höchste Erhebung La Palmas, sondern zugleich der perfekte Ort für das berühmte Observatorium – immerhin eines der modernsten überhaupt. Ungeachtet dieser Modernität hat sich La Palma eine beneidenswerte Ursprünglichkeit bewahrt. Daran hat auch der moderate Tourismus nichts geändert. Nach La Palma zieht es vor allem Naturliebhaber und Individualtouristen, die sich nach Ruhe und Erholung sehen. Perfekte Unterkunft bieten daher rustikale Fincas, komfortable Ferienhäuser oder gemütliche Ferienwohnungen, die sich harmonisch ins Landschaftsbild einfügen.

 

Ein Ausflug in die Caldera de Taburiente

La Palma kann sich wahrlich nicht über mangelnde Attraktionen natürlichen Ursprungs beklagen. Die von imposanten Zweitausendern umschlossene Caldera de Taburiente ist jedoch der Höhepunkt schlechthin. Der Nationalpark Parque Nacional de la Caldera de Taburiente in Gestalt eines überdimensionalen Kraterkessels hat einen Durchmesser von knapp 9 Kilometern und beeindruckt mit seiner abwechslungsreichen Vegetation. Auf dem Grund des Kraters befindet sich der Barranco de las Angustias (die Schlucht der Ängste) mit einem imposanten Wasserfall. Am besten lässt sich das Naturschauspiel vom Aussichtspunkt des Roque de los Muchachosgenießen. Gut 1,6 km Höhenunterschied trennen die Aussichtsplattform von der weiter unten gelegenen Playa de Taburiente. Wer die 49,9 km² der Caldera de Taburiente erkunden will, muss gut zu Fuß sein. Voran geht es hier nur auf des Schusters Rappen, die Caldera belohnt müde Wanderer jedoch mit unvergesslichen Ein- und Ausblicken.

 

Stadtimpressionen

Es ist grün auf La Palma – für Großstadtmenschen wohl bisweilen auch ein wenig einsam. Wer nicht nur darauf hoffen möchte, zufällig die Wege anderer Wanderer zu kreuzen, ist reif für einen Besuch in der Hauptstadt Santa Cruz de la Palma. Die prächtigen Herrenhäuser im Kolonialstil mit ihren schmucken Holzbalkonen lassen den einstigen Glanz der Hafenstadt erahnen. Kinder werden im Maroparque, einem kleinen Zoo ihre Freude haben. Beschauliches Treiben findet sich auch in Los Llanos de Aridane. Wer mag, lässt sich in dem Café am Plaza España nieder und genießt das bezaubernde Altstadtflair. Ebenso schön pausiert es sich an dem von Palmen beschatteten Brunnen. Sehenswert sind die kleine Pfarrkirche des Städtchens und das Museo Arquelógico. Einladend präsentiert sich auch der Ferienort Puerto Naos. Hier lockt nicht nur der schwarzsandige Badestrand, sondern vor allem die schöne Strandpromenade. Wunderhübsche Ecken gibt es auch in Tazacorte oder San Andrés zu entdecken. Und von San Andrés aus ist es auch nicht mehr weit ins Grüne. Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich Los Tilos. Dort lockt das Biosphärenreservat mit seinen Wasserfällen, den Lorbeerwäldern und all dem, was La Palma so einzigartig macht.


Weiter: Lanzarote